…MARCUS VAN LANGEN, der auf einer der kleinen Bühnen eine Wettschuld beglich. Vor fünf Jahren versprach er Veranstalter Bläcky, dass er noch einmal mit seinem Soloprogramm auftreten wird, so das Festival Mediaval fünf Jahre durchhält. Und Marcus hielt Wort – sehr zur Freude der Besucher und Bläcky, der ebenfalls unter den Anwesenden bei diesem Auftritt war. Obwohl sich der Notenständer am Anfang als widerspenstig herausstellte und den Spielmann aus Leidenschaft zu billigen Zoten hinreißen ließ, erwies sich die folgende Sonntagspredigt als überaus unterhaltsam und kurzweilig. Wobei jeder echte Pfarrer bei dieser Form von Predigt vermutlich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hätte: Der Rebell mit Kopftuch sprach unter anderem über die drei häufigsten natürlichen Todesursachen bei Päpsten (Gift, Dolch und Syphillis) und lud das Publikum freundlich dazu ein, ihm bei einer indizierten Textstelle behilflich zu sein, da ihm dies von Rechtswegen verboten war. So hatten alle Anwesenden buchstäblich einen Heidenspaß, sowohl mit der Musik als auch mit den kurzen Anekdoten von VAN LANGEN. Für alle gläubigen Katholiken gab es – man möchte beinahe Gott sei Dank sagen – zahlreiche Alternativen zur selben Zeit. Metal1.info Sept.2012

 

….Weiter ging es mal wieder mit – VAN LANGEN. Klappe, die dritte! Tja, wenn man eben manchmal den Mund zu voll nimmt und zu schnell mit einem Urteil zur Hand ist! So geschehen beim ersten Festival Mediaval anno 2008, als der Künstler mit Veranstalter Karl-Heinz Schwarz, besser unter seinem Spitznamen „Bläcky“ bekannt, wettete, dass das Festival niemals fünf Jahre lang durchhalten würde. Da haben die Organisatoren den lieben Marcus mit dem diesjährigen Festival Jahr nachweislich eines besseren belehrt, und so löste dieser sein Versprechen, im Fall des Verlierens einen seiner seltenen Soloauftritte zum Besten zu geben, dann auch pflichtschuldigst ein, und natürlich stand Bläcky dabei mit einem zufriedenen Grinsen im Publikum. Trotz eines widerspenstigen Notenständers und anderer Probleme wurde die „Sonntagspredigt“ des rebellischen Pastors auch vom Publikum begeistert aufgenommen. Die Fans halfen ihrem Prediger dann auch prompt aus der Bredouille, als sie ihn der Verlegenheit enthoben, eine indizierte Textstelle aus seinen Liedern selbst singen zu müssen. Wie aus hundert Kehlen schallte es fröhlich aus dem Publikum: „Der Papst der ist ein A… – Gesicht!“ Mag es dem ein oder anderen in diesem Jahr vielleicht auch ein bisschen zu viel VAN LANGEN gewesen sein, mir zumindest haben alle seiner drei Auftritte einen wahren Heidenspaß gemacht!……(metal.ditrict)

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Viele Namen hat man dem herausstechenden Sänger des modernen Mittelalters gegeben;
Der schillernde Vagant, der singende Hexenmeister, des Teufels Lockvogel, der dunkle Barde, der letzte Minnesänger, der ewige Spielmann….

Wie kein anderer verkörpert er das Bild des mit allen Wassern gewaschenen Spielmanns, er ist der „bad boy“, der nach bester Neidhardt von Reuental Manier mit seinem Zynismus und Witz frischen Wind in die angestaubte Szene bringt. Als ewiger Wanderer durch Raum und Zeit verführt er die Damen mit zartem Minnesang, verleitet die Männer mit rauen Trinkliedern zu heftigen Gelagen oder erzählt atemberaubende mystische Geschichten und Legenden aus längst vergangener Zeit. Er erzählt Geschichte und singt Geschichten und man erzählt sich Geschichten über ihn – und einige sind sogar wahr!

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