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Marcus Van Langen ist natuerlich vielen Mittelalterfans ein Begriff. Zum ersten Mal bin ich auf Van Langen aufmerksam geworden als das Album „Chosen Ones“ 1999 veroeffentlicht wurde und Van Langen auf einigen Samplern zu finden war. Seitdem habe ich keine der vielen Veroeffentlichungen verpasst, sei es der Ausflug ins Electronic-Genre „Project: Schoenlang“ oder der harte Mittelalter-Rock bei „Zeychen der Zeyt“. Immer dabei waren des Teufels Lockvoegel die nun als eigenstaendiges Projekt die eher traditionelle Seite der Mittelaltermusik repraesentieren. So war also ich gespannt auf „Schwarze Kunst“, das Nachfolgealbum zum drei Jahren alten Carmina Mystica-Album. Des Teufels Lockvoegel haben ueber die Jahre sich oftmals personell veraendert. Heute spielt die Band als Trio, bestehend aus Van Langen, Juliane und Thomas van der Steerrewacht. Die neun mittelalterlichen Stuecke sind duestern, mystisch und langsam gehalten und wie immer sticht der raue, markante Gesang von Van Langen hervor, der oftmals aber im Duett mit Juliane La Vey singt. Die Musik von Van Langen finde ich seit jeher nicht vergleichbar mit den sonstigen mittelalterlichen Bands. Zu fremdartig wirken teilweise die Interpretationen der mittelalterlichen Stuecke. Das macht aber auf der anderen Seite den Reiz an seiner Musik aus, die stets spannendes und ueberraschendes bietet. Zwar hat mir das Vorgaengeralbum „Carmina Mystica“ besser gefallen, was aber nicht heissen soll, dass Schwarze Kunst ein Fehlgriff ist. Etwas gestoert haben mich zudem die Unterbrechungen durch die „Sprueche“. Fans von Van Langen duerfen jedoch ohne Sorge zugreifen und sich auf weitere Veroeffentlichungen des „Hexenmeisters“ freuen.

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